12 auf einen Streich

Seit es so warm geworden ist, gibt es nicht einen Tag, den der kleine Prinz und ich nicht einige Stunden an der frischen Luft sind. So gut wie jeden Tag sitzt der kleine Prinz in einer Buddelkiste und danach entweder in seinem Balkonpool oder in der Badewanne mit seinen Wassertierchen. Das ist alles kein Problem, im Gegenteil, es ist sogar recht niedlich mit anzusehen, wie er die Welt um sich herum jeden Tag ein kleines Stückchen mehr entdeckt und etwas neues lernt. Klar, dass er dann Abends müde ist und einem meist schon ein bisschen Leid tut, wenn er sich minütig die kleinen blauen Äuglein reibt, zu Malen es mir als Erwachsenen meist nicht besser geht.
Wenn er dann eingeschlafen ist, macht Frau so das übliche wie am Rechner sitze und Bilder sortieren, TV gucken, ein bisschen Ordnung in der Wohnung oder ähnliches. Alles keine große Sache. Seit dem es nun aber so warm geworden ist, haben wir allerdings nicht eine Nacht mehr durch geschlafen. Etwas ganz neues für mich, wo der kleine Prinz seit seiner Geburt doch ein Bilderbuchbaby war. Einen ganz kleinen Teil der Schuld am veränderten Schlafverhalten gebe ich den Außen- und somit auch Zimmertemperaturen. Einen sehr großen Teil allerdings schiebe ich diesen kleinen Blutsaugern zu, die uns Nacht für Nacht heimsuchen, ungehindert irgendwelcher Mückenstecker, Moskitonetze, Fenstergittern, Hautschutzmittel o.ä.
Inzwischen haben wir den Kampf aufgegeben und freuen uns über jedes Tier, welches die Katze in ausgiebiger Jagd erledigt.
Und dennoch habe ich ein Problem damit es als normal zu empfinden, wenn man morgens wach wird und an einem selber 25 und am kleinen Prinzen sogar 76 Mückenstiche zählt. Heute bin ich vor dem königlichen Mittagsschlaf noch schnell mit dem Staubsauger über die Decke gespurtet und konnte 12 (!) dieser kleinen Mistviehcher den Gar aus machen.
Sollte also einer meiner lieben Leser einen wirklich hilfreichen Tipp haben, so bin ich dafür mehr als dankbar, ganz zu schweigen vom kleinen Prinzen…

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Post

Unfall Update
Als ich heute nach Post schauen ging, staunte ich nicht schlecht. Sie waren fix diesmal. Ich hatte Post vom Polizeipräsidenten (naja, zumindest war sein Stempel auf dem Umschlag) in meiner Hand.
Zum einen bin ich ganz erschrocken, wie schnell es diesmal ging, denn bei meinem Letzte Unfall hat es Wochen gedauert, bis ich da irgendwas bekommen hatte. Und zum anderen bin ich sehr erstaunt, was die da alles wissen möchten.
Nun bin ich ja ein Mensch, der unbewusst (ja, man mag es nicht glauben aber ich mach das nicht mit Absicht) dazu neigt, alles zu verkomplizieren. Dies habe ich auch diesmal wieder getan, indem ich, statt die Polizei zu rufen, mich auf eine Diskussion mit dem Fahrer eingelassen habe und mich dann selbstständig entfernt habe. Ja, reichlich dämlich, ich weiß! Nun bin ich ja aber lernwillig und so habe ich mir den Rat einer Freundin zu Herzen genommen und werde morgen erst einmal einen Anwalt kontaktieren.
Und so werde ich die blöden Fragebögen jetzt so lassen, wie ich sie aus dem Umschlag geholt habe und werde erst einmal abwarten, was der Anwalt mir rät bzw. wann ich einen Termin bekomme, wenn ich einen bekomme.
Unfall Update ende

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Wie es so geht

Ich hatte mir vorgenommen mehr zu bloggen. Ich war hoch motiviert, voller kleiner Ereignisse, die ich posten wollte. Im Kopf hatte ich sie schon alle geschrieben, hatte schon das ein oder andere Bild zugeordnet.
Ja, die Bilder. Das wollte ich auch wieder intensivieren. Mal davon abgesehen, dass meine Speicherkarte momentan von Prinzenbildern dominiert wird, habe ich, bis auf ein paar wenige Ausreißer, schon ewig keine schönen Bilder mehr gemacht. Also so gezielte Bilder, ohne Kind drauf.
Und dann wäre da ja auch noch der Babyschafblog, den ich so gerne weiter bestücken würde, aber was soll ich euch sagen, auch hier klappt es nicht so, wie ich gerne wollen würde.
Und trotz aller Bereitschaft ist es mir momentan einfach nicht vergönnt das eine oder andere in Angriff zu nehmen, denn ich bekomme den Kopf einfach nicht so zurecht gerückt, wie ich es gerne hätte. Er ist voll. Proppenvoll. Das wiederum liegt nicht etwa an einer Person, wie der ein oder andere Leser jetzt vermuten wollen würde, sondern viel mehr an einer ganz anderen Sache, über die ich hier ohne genaue Kenntnis noch nicht schreiben möchte. Vielleicht ist ja auch alles nur blinder Alarm und ich habe ganz umsonst einen vollen Kopf, aber genaueres weiß ich erst in drei Wochen.
Und damit würde sich dann auch wieder die Annahme bestätigen, dass “eine Mandy muss noch einen drauflegen…”. Ich bin ja eher für eine andere Aussage aus meinem Freundeskreis “Ey Kleine du musst echt nicht alles mitnehmen”.
Und damit verabschiede ich mich jetzt erst einmal mit dem Versprechen, dass ich schreibe sobald ich ein bisschen mehr Hirnmasse einsetzen kann und nicht von den fiesen kleinen Gedanken gefangen bin.
Ich hasche hier nicht nach Mitleid, ich will nur meine momentane Situation darstellen, mich en Stück weit von dem Balast befreien. Ein bisschen was von dem hier lassen, was mir den Tag so lang erscheinen lässt. Alsow bitte keine Fragen nach dem “etwas”, weder in den Kommentaren, noch in Mails, Messengern etc. Wenn ich reden mag, dann tu ich es, vorerst muss das hier so wie es hier steht reichen.
Danke für euer Verständnis.

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15:05h: Ich überquere eine kleine Einbahnstraße und werde von einem zurücksetzenden Auto angefahren. Der Kinderwagen fährt gefährlich auf zwei Rädern, doch ich kann ihn halten. Ein Zeuge nimmt die augenscheinlichen Merkmale (Marke des Autos, Kennzeichen, Straßenname etc.) auf, schreibt seinen Namen und Adresse auf und muss weiter. Ich stehe unter Schock und tröste mein weinendes Kind. Der Autofahrer diskutiert mit mir rum, will mir Geld geben, wenn ich nicht zur Polizei gehe. Ich schreie ihn an, beschimpfe ihn, diskutiere noch kurz und gehe dann.
16:00h: Der Schock hat nach etwas nach gelassen, die Vernunft ist ein wenig an die Oberfläche gekommen und hat mich ins Krankenhaus geschickt. Langsam bahnen sich Schmerzen im Knie und in der Hüfte ihren Weg zu meinem Gehirn. Ich sitze im Wartezimmer und würde am liebsten weinen. Mir geht es nicht gut, aber der kleine Prinz ist wohl auf und möchte beschäftigt werden.
17:30h: Endlich, ich werde ins Behandlungszimmer gerufen. Nun kann es ja eigentlich nicht mehr so lange dauern, denke ich und bin verwundert, wie viel Pflegepersonal sich an dem kleinen Prinzen erfreut. Fast alle 10 min steht ein anderer Pfleger im Zimmer und bespaßt das Kind für einige Minuten. Irgendwann schläft das Kind ein und mir ist sterbens langweilig. Außerdem werden die Schmerzen schlimmer. Ich will nach Hause in mein Bett und dort sterben, respektive mich von meinen lieben Freunden pflegen und versorgen lassen.
19:30h: Gerade habe ich einen Arzt angemault, ob ich vergessen wurde, kurz darauf war er dann bei mir im Zimmer. Noch einmal muss ich alles erklären, den Verlauf schildern und Angaben machen, die ich nicht kenne. Für mich lief alles in Zeitlupe, keine Ahnung, ob der schnell oder langsam fuhr. Ich weine, bekomme ein paar Schmerzmittel. Ich habe keine Lust mehr auf Krankenhaus. Der Doc schickt mich zum röntgen.
20:00h: Ich sitze im Wartebereich zum röntgen. Der kleine Prinz ist inzwischen wieder wach geworden. Eine Schwester hat sich in ihn verguckt und schleppt ihn durchs halbe Krankenhaus, zeigt ihm alles und geht mit ihm anschließend in die Cafeteria und isst ein Stück Kuchen mit ihm. Währenddessen sterbe ich und muss mit unangenehm riechenden Menschen (sie stanken voll nach Katzenpi) auf einer Bank sitzen.
20:30h: Endlich, ich werde geröntgt und die Medis wirken. Der kleine Prinz ist inzwischen zurück in seinem Kinderwaagen (leicht verschmiert, aber glücklich) und bezaubert die nächsten Schwestern mit seinem Lachen. Mein Knie und die Hüfte werden geröntgt und ich frage mich kurzweilig, ob ich vielleicht ausversehen im Pilateskurs statt im Röntgen gelandet bin. Wieso brauchen die so schmerzhafte Posen um alles zu foto röntgen?! Ich will endlich heim. Außerdem habe ich Hunger. Konnte ja gestern nichts essen wegen der Zahnarztbetäubung. Und als ich etwas jagen wollte kam der Unfall. Statt dessen muss ich mit den Bildern zurück in den Wartebereich. Ich bin gar nicht dick, stelle ich fest, ich habe nur stabile Knochen. Ein bisschen grinse ich bei dem Gedanken.
20:50h:Ich werde ins Behandlungszimmer gerufen und im Schnelldurchlauf bekomme ich meinen Befund, ein paar Medis und den Arztbrief. Eine “Gute Besserung” wird noch gewünscht und schon ist der Arzt weg. Er hat Rechtschreibfehler in den Arztbrief integriert. Soll das ein Test sein? Wenn ja, dann habe ich wohl bestanden.
21:00h:Ich verlasse die Unfallstation. Zwar habe ich keine Frakturen, lediglich mittelstarke Prellungen am rechten Knie und an der dazugehörigen Hüfte, eine leichte Stauchung der Wirbelsäule (im Lendenbereich, falls es jemanden interessiert) und das soll es gewesen sein. Irgendwie wirken die Medis nicht mehr, aber ich gehe tapfer zum Bus.
21:30h: Ich komme bei der Polizei an. Was ist nur heute los, dass ich überall so unendlich lange warten muss?! Ich sitze mit einer Alzheimerpatientin und höre mir geduldig ihre Geschichte mehrmals an. ich antworte ihr auch auf ihre immer wiederkehrenden, sich wiederholenden Fragen und bin ganz lieb. Tolle Medis.
22:00h: Ich gebe endlich alle mir zur Verfügung stehenden Angaben zum Besten und bin dabei heilfroh, dass der Zeuge so genau alles aufgeschrieben hat. Der kleine Prinz ist zwar wach, findet aber alles ganz spannend, besonders den Stift des Polizisten und seine Brille. Ich muss ganz genau sein und anhand einiger Skizzen zeigen, wie sich alles zugetragen hat. Ich sage dem Polizisten auch, dass ich den Autofahrer beschimpft und beleidigt habe. Es ist mir alles egal. Ich habe Hunger und will in mein Bett.
23:00h: Endlich bin ich zu Hause. Am Chinaimbiss konnte ich noch eine große Portion Nudeln ergattern. Nicht gerade das Tollste, aber in diesem Moment das wohl Leckerste auf Erden.
Und da könnt ihr mal wieder sehen, wie sehr ich euch mag. Denn wer bietet euch schon so ein Spektrum an Katastrophen an, wie ich es tue?! :wink:

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Zahnarztbesuche

Ich hasse, hasse, hasse, hasse, hasse… nichts mehr, als dem Zahnarzt einen Besuch abstatten zu müssen. Während der Schwangerschaft war ich dann unendlich tapfer, habe alle Schäden beheben lassen und dachte ich hätte nun Ruhe. Dementsprechend war ich frohen Mutes, als ich vor einigen Wochen zur Routinekontrolle ging. Doch eins, zwei, drei und mein positives „Zahnarztfeeling“ war mit einem Röntgenbild zerstört.
Nun bin ich ein richtiger Angstpatient und als solcher versuche ich mich vor jeglichen Besuchen zu drücken, bzw diesen durch geschicktes Vergessen aus dem Weg zu gehen. Mal davon abgesehen, dass ich ziemlich häufig Termine absage, ist mir durchaus klar, dass ich früher oder später hin muss. Besser ist natürlich früher, meist klappt es aber erst zu später.
Negative Erlebnisse in Dentalpraxisen haben in mir eine so tief verwurzelte Angst entstehen lassen, dass ich schon das ein oder andere Mal einfach fluchtartig die Praxis verlassen habe, noch bevor die Zahnarzthelferin die Chance hatte, mich in der Patientenkartei abzuheften. Regelmäßige Panikattaken auf dem Stuhl gehören zum zahnärztlichen Besuch und wer mich gerne mal weinen sehen mag, der buche einfach einen Zuschauerplatz direkt hinter dem Arzt.
Ja, schlimm ist das mit mir. Und dann sind da die lieben Freunde, die mich versuchen zu unterstützen und mir den ein oder anderen A*schtritt verpassen. Sie holen mich von zu Hause ab, bequatschen mich am Telefon, schimpfen mit mir, vereinbaren einfach Termine… Und dann sitze ich irgendwann doch in einer Praxis, habe das Gefühl mich übergeben zu müssen und frage mich ein ums andere Mal, wie sehr mich meiner Freunde hassen müssen, um mir so etwas anzutun. Dann schaut man zu seiner Freundin hinüber, die mit dem kleinen Prinzen spielt und muss feststellen, dass sie sehr zufrieden mit sich ist.
Auf dem Behandlungsstuhl wartet man dann zitternd auf die Wirkung der Betäubung, verdrückt sich mal wieder die Tränchen und nickt tapfer, wenn der Arzt fragt, ob alles okay ist. Während dieser sich dann vom Kiefer zum Hirn bohrt, und man eigentlich ganz genau weiß, dass es nicht weh tun wird, wird die Panik umso größer und dann ist es plötzlich überstanden.
Noch einen Termin in zwei Wochen und dann ist erst einmal gut, behauptet er zumindest. Und um den kleinen Prinzen ein solches Szenario zu ersparen, hat er in zwei Wochen seinen eigenen Termin zum kennen lernen (somit merkt er von Anfang an, dass ein solcher Besuch nicht schlimm sein muss).
Verraten wollen tu ich meinen nächsten Termin eigentlich nicht, aber wenn mich da keiner hin scheucht, bleibe ich wohl wieder zu Hause und warte auf den nächsten Anflug von Mut in den kommenden 4 Jahren. (Montag in zwei Wochen um 12:45h)

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Kurz mal

Ja, es ist momentan ein bisschen sehr ruhig hier geworden. Zum einen liegt es natürlich daran, dass ich sehr viel mit Freunden unterwegs bin.
Zum anderen liegt es aber auch ein wenig daran, dass ich mein Kartenlesegerät nicht finde und somit nur undokumentiert bloggen könnte. Das hindert mich in so fern, dass ich extra Bilder mache und sie euch dann doch nicht zeigen kann. Ich würde sogar behaupten, dass das der Hauptgrund ist. Und ich ärgere mich tierisch darüber.
Nun könnte ich natürlich meinen A*sch in die Hand nehmen und besagtes Etwas suchen, doch ich bin so unendlich faul.
Nun werde ich mich die Tage über aber mal aufraffen und dann wird es hier und auf der “Babyschafseite” wieder mehr zu lesen geben.
VERSPROCHEN!

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Heute bin ich zu meinem Dad gefahren, natürlich mit den Öffentlichen. Und während ich dann da sitze und aus dem Fenster in den Wald schaue, lauscht ein Ohr dem Gespräch zwischen zwei Damen.
Dame 1: “Na Sie habe ich ja auch schon länger nicht mehr gesehen. Wie geht es Ihnen denn?”
Dame 2: “Mir geht es herrlich, meine Liebe.”
Dame 1: “Und den Enkelkindern?”
Dame 2: “Denen geht es gut. Gerade erst gestern hat mich mein Urenkel besucht. Er hatte ein Geschenk für mich dabei, weil es ja keinen offiziellen Omatag gibt, hat er gesagt. Da habe ich mich natürlich sehr drüber gefreut und das Geschenk ausgepackt und was soll ich Ihnen sagen, war da drin? Ein Iehpott!”
Dame 1: “Was ist denn ein Iehpott?”
Neugierig drehe ich mich um und sehe, wie Dame 2 mit einem feuerwehrroten ipodNano herum wedelt.
Dame 2: “Das ist so ein neumodisches Geräte, wo mir mein Urenkel meine Lieblingsmusik und ein paar Hörbücher drauf gespielt hat. Und dann nimmt man diese kleinen Schnupsel hier und drückt sie sich in die Ohren…”
Die ältere Dame (wenn ich sie schätzen müsste, würde ich sie auf Anfang 80 schätzen) erklärt und zeigt der anderen Dame das Gerät und seine Funktionen und ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen. Niedlich finde ich das, total.
Dame 2: “…und dann hat er noch gesagt Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert!
Dame 1: “Na Mensch, das ist ja toll. Und wie gut Sie sich schon damit auskennen…”
Dame 2: “Na das ist ja nun wirklich ganz einfach! keine große Kunst!”
Dame 1: “Wo wir gerade bei Technik sind: Wissen sie denn nun, wie man eine SMS schreibt?”
Dame 2: “Ach quatsch, so etwas brauch doch kein Mensch, wenn was ist ruf ich an!”
Und dann musste ich den Bus verlassen. Aber kann sich irgend jemand vorstellen, was ich für ein Grinsen im Gesicht hatte? Ich fand Dame 2 ja sooooo… niedlich! Und unendlich cool. Ein bisschen hat sie mich an meine Uromi erinnert, wobei die natürlich viiiiiel cooler war.

Verspätetes Ostern

Nun ist es also passiert. Nachdem ich um die 7 Leute mit Wordpress beschäftigt habe, wir etliche Dinge versucht haben und nichts funktioniert hat, ich schon ganz nörgelig war und mir die Menschen Leid taten, habe ich eine andere Plattform gewählt. :nervous:
Nun hat der Kleine Prinz also seinen ganz eigenen Blog und ich hoffe, dass ich dann auch wieder die Muße finde hier ein bisschen was zu schreiben. Bisher war ich immer so von den Prinzenereignissen blockiert, die ich hier aber nicht niederschreiben wollte, weil das ja kein Mamiblog sein sollte.
Wer den Link zum Babyblog findet, darf in behalten, ich bin heute in Geberlaune. :wink:
Und nun werde ich ins Bettchen gehen, denn morgen gehts zum Muttertagsbrunch.
Meinem ersten Ehrentage als Mutter. :love:

Nationales Ausland

Wie einige ja sicherlich schon mitbekommen haben, lebt ein Teil meiner Familie nicht in meiner Nähe. Um genau zu sein, leben sie seit einigen Jahre in Niedersachsen. Dem entsprechend sieht man sich eher weniger, da das immer eine Frage von Zeit und Geld ist. Seit der kleine Prinz da ist, ist der Wunsch nach familiären Beisammensein natürlich erheblich gestiegen, Ausnahmen bestätigen die Regel. Naja, das ist ein ganz anderes Thema…
Auf jeden Fall ist die Frage der Zeit bei mir ja nun, erst einmal, nicht mehr so gegeben und so fahre ich des öfteren “ins nationale Ausland”, wie ich es nenne. Eben so auch in der vergangenen Woche. Der Hund durfte sich die Strapazen der Bahnfahrt und der Belästigungen durch den Familienkater ersparen und anderweitig urlauben, während der kleine Prinz und ich uns der ländlichen Idylle und der familiären Betuddelungen hingaben.
Animiert durch die wunderbare Landschaft schaffte ich an einigen Tagen meine Geschwister aus dem Haus zu treiben und ein wenig spazieren zu gehen. Etwas anderes kann man in dem momentanen Heimatort meiner Mutter eh nicht anstellen. Und so spazierten wir mal in die nächstgelegene Ortschaft und ein anderes mal durchstreiften wir die Kurwanderpfade im nahe gelegenen Wald. So schön… Nur leider hatte ich hohle Nuss meine Camera in der Heimat gelassen.
An einem Tag fuhren wir dann mit dem Bus in die nächste Stadt. Hier zu Hause bin ich wirklich fast ausschließlich mit den Öffentlichen unterwegs und man sollte meinen, dass es dann in einem anderen Bundesland nichts besonderes mehr ist. Und genau diesem Punkt muss ich nun einhaken. Zum einen kommt der Bus dort nur alle zwei Stunden, liebe BVG, ich werde mich nicht mehr darüber beschweren, wenn ich mal 20 min warten muss, und als dann endlich ein Bus kam, konnten wir den nicht benutzen, da der nicht für den Kinderwagen geeignet war.
Nachdem wir dann endlich in einem geeigneten Bus saßen, brauchten wir ewig bis an unser Ziel und als Krönung gab es noch ein gewaltiges Gewitter oben drauf. Also schnell ins Cafè rein und abgewartet. Als der schlimmste Schauer vorüber war (nach einer dreiviertel Stunde), mussten wir auch schon wieder zur Bushaltestelle um nicht fest zu sitzen. Fast ein bisschen toll. Glücklicherweise war der Bus prinzenkompatibel.
Nachdem wir den wirklich, wirklich teuren Fahrpreis bezahlt haben, saßen wir also da und unterhielten uns, als durch die Lautsprecher eine Ansage kam “Und ich möchte nochmals daran erinnern, dass das Telefonieren im Bus nicht gestattet ist!” Sehr fein… Und ich hatte mir ein Flugzeug immer ganz anders vorgestellt. Fast war ich schon geneigt laut in die Hände zu klatschen, als wir unser Ziel erreichten, doch ich tat es nicht. Immerhin bin ich Vorbild meiner kleinen Sis…
Die letzten Tage genossen wir dann wieder auf der Terrasse und mir ging die Frage nicht aus dem Kopf, wieso man in niedersächsischen Bussen nicht telefonieren darf.
Rausbekommen habe ich das natürlich nicht, doch als ich ein paar Tage später dann wieder in einem meiner berliner Busse saß (Schüler-Rush Hour), fand ich es dort, trotz oder eben wegen, der Lautstärke, irgendwie gemütlicher.
Alles in allem war der Besuch jedoch ganz toll. Der kleine Prinz wurde verwöhnt, ich hatte ein bisschen Zeit um mich ein bisschen um mich zu kümmern und das Hundetier wurde ebenfalls schön behuddelt und betuddelt.
Dennoch geht nichts über zu Hause, wo meine lieben Freunde sind und die Welt irgendwie so ganz anders ist.

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Meinem krankhaften Mitteilungsbedürfnis folgend (wie ihr merkt, bin ich noch nicht am Mutterstolz vorbei gekommen) folgt nun ein kleines Entwicklungsupdate des kleinen Prinzen. Wem das nicht passt, der möge bitte gehen.
Am 10.03., wir waren gerade mit der Prinzenoma im Elktrofachmarkt an der Kasse, als der kleine Prinz das erste mal ganz laut und vernehmlich “Mama” sagte. Die Verkäuferin schaute irritiert in den Wagen und fragte, ob der Kleine das eben gewesen ist. Voller Stolz (und noch recht überrascht), bejahten wir die Frage und verließen den Markt.
Eine Woche später entdeckte der kleine Prinz, die Vorzüge der robbenden Fortbewegung, hat diese jede doch noch nicht vollständig ausgebaut. Dafür sitzt er nun schon recht gut alleine und wenn er etwas zum festhalten findet, dann zieht er sich auch ganz gerne mal in die Senkrechte.
Wenn man ihm die Gelegenheit bietet, dann läuft er sogar schon an der Hand. Echt verrückt. Vor allem, da ich es viel lieber sehen würde, wenn er erst einmal richtig krabbeln würde. Nicht, weil ich zu faul bin um hinter dem kleinen Energiebündel hinterher zu flitzen, sondern weil es sooooooo… wichtig für die kindliche Entwicklung ist!
Am 12.04. biss der kleine Prinz mir dann auf den Finger und wenn ich “biss” schreibe, dann meine ich “biss”, denn die ersten zwei Zähnchen hatten den Weg durchs Zahnfleisch gefunden. Am selben Tag waren wir beim Kinderarzt und haben erfolgreich die U5 hinter uns gebracht. Und auch, wenn der kleine Prinz seine Ärztin nicht mag (immer piekt sie ihn, wenn er da ist) und sie immer anschreit, so war sie doch ganz zufrieden mit seiner Entwicklung.
Seit diesem Tag bekommt er nun auch Beikost. Seinen ersten Möhrchen-Löffel seht ihr ja auf dem Bild. Nicht gerade sehr angetan. Inzwischen ist es aber so, dass er ganz freudig gluckst, sobald er den Löffel sieht.
Wie ihr also sehen könnt, geht es dem kleinen Prinzen sehr gut. Er ist ein richtiger Sonnenschein, wächst wie Unkraut, immerhin stolze 74cm (sehr niedliches Unkraut, versteht sich) und hält mich ganz schön auf Trapp. Aber zum Glück gibt es da ja so viele liebe Menschen in unserem Leben, die immer eine helfende Hand, ein offenes Ohr, oder ein bisschen Zeit für uns übrig haben!

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